
Auf der einen Seite muss liturgisches Gerät den Anforderungen der Liturgie entsprechen, auf der anderen Seite muss die alte Substanz weitest gehend erhalten bleiben, oder gesichert werden.
Dies stellt uns in vielerlei Hinsicht vor schwierige Aufgaben vor allem in technischer Sicht. Wir sind den modernen Techniken gegenüber aufgeschlossen, haben aber auch festgestellt das alte, traditionelle Techniken oft die besseren und effektiveren sind.
Die Restaurierung ist aber auch philosophischen Fragestellungen unterworfen: Was ist Original? Was sind historische Oberflächen? Wie hat der Gegenstand ursprünglich ausgesehen? Welches Erscheinungsbild soll durch die Restaurierung erzeugt werden? Das sind Fragen die immer neu beantwortet werden müssen, und zum Teil nicht nur handwerklichen oder wissenschaftlichen Kriterien unterliegen.
Aus diesem Grund beteiligen wir uns an internationalen Projekten, die die technischen Möglichkeiten und Erfahrungen im Handwerk erfassen, untersuchen, dokumentieren und bewerten sollen. Hier ist besonders ein Projekt im Rahmen der EU-Förderung „Leonardo“ zu nennen, dass von der HWK Koblenz geleite wird und in dem wir mit zwei Goldschmiedeschulen in Turnov (Tschechien) und Debrecen (Ungarn), den staatlichen Restaurierungswerkstätten in Wilna (Litauen) und einer Ausbildungsstätte für Restauratoren und Goldschmiede in Plovtiv (Bulgarien) zusammenarbeiten.